Jürgen Busse, geboren 1965, unternimmt bereits im Kindesalter, mit einer alten Agfa Box der Eltern, seine ersten fotografischen Gehversuche. Schon damals wird die Faszination für das Medium Fotografie geboren. Im Alter von 13 Jahren, als er seine erste eigene Spiegelreflexkamera in den Händen hält, gibt es dann kein Halten mehr. Nichts und Niemand ist vor ihm und seiner Canon AE1 sicher. Bereits im Alter von 15 Jahren versucht er bei Bildagenturen unterzukommen, die zu dieser Zeit allerdings fast ausschliesslich mit Mittelformatdias arbeiten. Nach abgeschlossenem Abitur bereist er 1985 mit Freunden zwei Monate lang Skandinavien, sammelt dort enorme Erfahrung in Landschafts-und Naturfotografie und entdeckt seine Liebe zum Norden Europas. Wieder zurückgekehrt folgt ein halbjähriges Praktikum in einem Fotostudio. Hier erlernt er die Portraitfotografie, den Umgang mit Mittelformatkameras und Studiobeleuchtung. Er sammelte Dunkelkammererfahrung und wirft auch im Bereich Medien und Werbung einen Blick hinter die Kulissen. Dennoch trifft er Ende 1986 die Entscheidung eine Ausbildung zum Augenoptiker zu beginnen. Dieser, wie er glaubt, artverwandte Beruf kann ihn jedoch zu keiner Zeit wirklich zufrieden stellen.

1998, 12 Jahre später, kehrt angesichts einer bevorstehenden Nepalreise die Erinnerung an seinen Kindheitstraum zurück. Aus beruflicher Lethargie erwacht, legt er sich eine gebrauchte Mittelformatkamera Mamyia 645s zu und wendet sich zwecks Vermarktung an Verlage und Bildagenturen. Die wiedererwachte Leidenschaft gepaart mit unheilbarem Reisefieber führt ihn durch viele Länder dieser Erde. Vom Dach der Welt, über den Karakorum Highway, durch Hochhausschluchten der Metropolen, an Dschungelwasserfälle bis hin zu den Eisbergen des Nordens.

Er entwickelt hierbei einen eigenen kreativen Stil der Reisefotografie, der die Schönheit und das Aussergewöhnliche dieses Planeten und seiner Bewohner in den Vordergrund stellt.Seit Anfang 2001 ist der Fotograf bereits nebenberuflich tätig, bevor er dann im September 2007 endgültig den Sprung in die Selbstständigkeit schafft. Er widmet sich aber nicht nur der Reisefotografie. Auch Kreatives und die modernen Methoden der Bildbearbeitung faszinieren ihn. Bisweilen ist er auch in Sachen Werbung und Fotografie für Internetauftritte unterwegs.Die alte Canon AE1 wie auch die Mamyia 645s mussten im Zuge der Digitalisierung mitlerweile der Canon D5 mark II weichen.

Seine Bilder werden von renomierten Verlagen publiziert, von international angesehenen Agenturen weltweit vertrieben und in namhaften Magazinen wie Stern, Geo-Saison, Focus oder Hörzu veröffentlicht. Jährlich beteiligt er sich an den bekanntesten Foto-Wettbewerben rund um den Globus, bei denen seine Bilder regelmässig ausgezeichnet werden. 2011 wurde er vom Weltverband FIAP mit dem AFIAP Titel und 2012 von der Photographic Society of America PSA mit dem EPSA Titel ausgezeichnet.
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